Über uns
AStA-watch ist ein Projekt von ghg campus:grün, der Juso-Hochschulgruppe, der Linken.SDS und der Lust. Und wie es der Name bereits verrät, wird hier der Bonner RCDS-ULF-Re(h)-AStA beobachtet, der seit seiner Amtsübernahme mit negativen Schlagzeilen glänzt.
Das Übel nahm mit der Wahl des RCDS-ULF-Re(h)-AStA auf der Sitzung des XXXI. Bonner Studierendenparlaments am 15. April 2009 seinen Lauf.
Die Wahl führt zu vielen Umstrukturierungen: Weniger studentische Interessenvertretung, mehr Service-Leistungen. Ein großes Projekt, und um dieses Ziel zu erreichen, wurden Referate gestrichen bzw. in ihrer Handlungsstärke geschwächt. Hier mussten die Referate daran glauben, die dem RCDS aus ideologischen oder politischen Gründen ein Dorn im Auge sind.
Während Referate wie das PolBil (Politische Bildung), welches durch zahlreiche Aktionen positiv auf sich aufmerksam machen konnte, oder das Öko-Referat ganz von der Bildfläche verschwanden, wurden andere Referate soweit in ihren Möglichkeiten beschnitten, dass sie – wenn überhaupt – nur noch bedingt handlungsfähig sind. Hierzu gehören neben dem Frauenreferat und dem Ausländerreferat auch das LesBiSchwule-Referat. Der große Rationalisierungsplan bestand darin, diese vormals eigenständigen Referate in einem Gleichstellungs-Referat zusammenzufassen und ihnen den autonomen Status endgültig abzuerkennen.
Bei seiner Wahl wusste der AStA-Vorsitzende Wolfgang Schoop auf die Frage, warum er sich dazu gezwungen sieht, das effektive und gut arbeitende LesBiSchwule-Referat zu zerlegen, genauso wenig zu antworten wie auf die Frage, ob es vom neuen AStA gewollt ist, dieses sich für Homosexuelle einsetzende Referat in seiner Bedeutung und seiner Arbeit zu marginalisieren. Auch die Rede des bisherigen Referenten, in der er das Problem anschaulich beschrieb und darlegte, warum das Referat seine bisherige gute Arbeit unter den Umstrukturierungen nicht weiter aufrechterhalten kann, konnte Schoop nicht davon überzeugen, dass seine Pläne lediglich zur de facto Abschaffung des Frauen-, des LesBiSchwulen- und des Ausländerreferats führen werde. Schließlich wurde offen angesprochen, dass es ein Verdienst der ULF ist, dass das Referat nicht vollständig abgeschafft wird, da dies anscheinend eine Bedingung für die (anrüchige) RCDS-ULF Koalition war.
Eine Koalition, die nicht nur auf den ersten Blick seltsam anmutet. Schließlich fällt es der ULF bekanntermaßen schwer, für den AStA Personal zu rekrutieren. So wundert es wiederum nicht, dass Schoops Stellvertreter aus den Reihen des RCDS kommt und nicht von der sogenannten „Fachschaftsliste“. Zudem distanziert sich die ULF immer mehr von ihrem „Wir sind unabhängig!“-Anspruch und vergisst derweil, die studentischen Interessen zu vertreten. Ein RCDS-Mitglied fasste die Koalition mit seinem Zwischenruf in Richtung ULF auf der SP-Sitzung treffend zusammen: „Ihr seid doch nur Stimmvieh!“ So lässt sich die Zusammenarbeit der Fraktionen, die die Koalition tragen und somit unsere studentischen Interessen vertreten, gut und schmerzhaft beschreiben.
Und was dabei rauskommt, wenn autoritärer RCDS und ULF-Stimmvieh zusammen den AStA stellen, könnt ihr hier nachlesen…
Die AutorInnen
David Knorr
- Mitglied des Studierendenparlaments seit 2007
- Mitglied der Juso-Hochschulgruppe
Alexander Krüger
- AStA-Referent für Hochschulpolitik 2008
- stellvertretender AStA-Vorsitzender 2008-09
- Mitglied des Ausschusses für Hochschulfinanzierung und -struktur des fzs seit 2008
- Mitglied der Juso-Hochschulgruppe
Jennifer Lenzen
- AStA-Referat für Ökologie 2006-08
- Mitglied des Studierendenparlaments 2007-08
- bAStA-Redaktion 2007-08
- Mitglied von ghg campus:grün
Lena Mevissen
- Mitglied des Studierendenparlaments seit 2008
- AStA-Referat für Hochschulpolitik 2008
- AStA-Vorsitzende 2008-09
- Mitglied der Juso-Hochschulgruppe
Josha Nitzsche
- Mitglied des Studierendenparlaments 2008-09
- Mitglied von ghg campus:grün
Karsten Penon
- Vorsitzender des Kassenprüfungsausschusses 2007
- AStA-Referent für Finanzen 2007-08
- Mitglied des Haushaltsausschusses seit 2008
- Mitglied der Juso-Hochschulgruppe
Till Rütten
- Reisereferent in der Fachschaft Geschichte 2004-06
- Mitglied des Studierendenparlaments seit 2007
- AStA-Referat für Hochschulpolitik 2008-09
- Mitglied der Juso-Hochschulgruppe